10.05.2020

Newsletter 2/2020 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ahrensburg

Die Krise als Chance nutzen - Für einen Green New Deal

Noch ist Abstand halten das Gebot der Stunde, aber es wird ein Leben nach der Corona-Krise geben. Viele wünschen sich sehnlichst eine Rückkehr zur Normalität, aber zu welcher Normalität wollen wir zurück? Wäre es nicht besser, die Krise als Chance zu nutzen?

Jetzt ist die Zeit des politischen Handelns! Wir müssen jetzt auf allen staatlichen Ebenen (von Bund über Land bis hin zur Stadt Ahrensburg) massiv unsere Ausgaben ausweiten, um die Wirtschaft und damit die Lebensgrundlage für uns alle zu erhalten. Nur mit einer intakten Wirtschaft haben wir dauerhaft die Mittel für einen sozialen Ausgleich und öffentliche Leistungen, wie Krankenhäuser, Schulen, Bibliotheken, ÖPNV und Straßen.

Nach der Wirtschaftskrise der 1920er hat der US-Präsident Roosevelt mit dem New Deal massiv in Infrastruktur investiert und damit die Grundlage für den Aufschwung der folgenden Jahrzehnte geschaffen. Wir wollen einen Green New Deal, d.h. wir wollen in nachhaltige Infrastruktur investieren. Dazu gehört insbesondere die Attraktivierung des Radverkehrs. Wir wollen den beschleunigten Ausbau der Velorouten und die gezielte Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht. Radfahren ist nicht nur ökologisch vorteilhaft, sondern es fördert auch die Gesundheit. Deshalb ist es gerade jetzt angebracht, dem Rad und den Menschen mehr Platz einzuräumen.

Wir wollen in öffentliche Infrastruktur investieren. Dazu gehört für uns z.B. eine beschleunigte Realisierung des Sporthauses auf dem Stormarnplatz, die (energetische) Sanierung von Gebäuden und deren Ausstattung mit Solaranlagen sowie die Umwandlung von Grundschulen zu offenen Ganztagsschulen. Damit sichern wir die Existenz des Handwerks und erhalten den lokalen Wirtschaftskreislauf.

Da Investitionen Vorlaufzeiten haben, wollen wir kurzfristig die Ausstattung der Mitarbeiter*innen der Stadt Ahrensburg verbessern, indem wir z.B. Elektrofahrzeuge und moderne Arbeitsmittel wie Notebooks, Tablets und Smartphones beschaffen. Ziel ist, dass die Mitarbeiter*innen überall und jeder Zeit bestmöglich arbeiten können.

Wir glauben daran, dass wir gemeinsam die Corona-Krise meistern, den Klimawandel verlangsamen und eine bessere Zukunft gestalten können. Gemeinsam schaffen wir das!

Benjamin Stukenberg
Bündnis 90 / Die Grünen Ahrensburg
Stadtverordneter


Stadtmarketing

In den letzten Wochen wurde viel über das Ahrensburger Stadtmarketing gesprochen. Leider ging es in den Diskussionen ausschließlich um Parkplätze. Im Vorschlag für das Stadtmarketing geht es aber um eine andere Idee. Wir wollen Ahrensburg einen Wiedererkennungswert geben und glauben, wenn Ahrensburger*innen und Besucher*innen sich bei uns wohlfühlen und dies nach außen tragen, ist es für uns die beste Werbung.

Wenn Sie kurz darüber nachdenken, woran Sie sich bei einer Stadt aus ihrem letzten Urlaub erinnern, so sind dies meistens an Eindrücke oder Augenblicke, die Sie im Urlaub gesehen oder erlebt haben und erzählen es Ihren Freunden oder Verwandten.

Ich habe in den letzten Jahren drei Städte wiederholt bereist, weil sie mir durch ihre Einzigartigkeit in Erinnerung geblieben sind. Diese drei Städte sind Kopenhagen, Wien und Paris, und ich möchte Ihnen gerne sagen, warum sie mir in Erinnerung geblieben sind.    Mehr »

Von Randzeiten und Essensgeld.

Die Fraktion von Bündnis90/DieGrünen hat im letzten Sozialausschuss dafür gestimmt, dass Eltern, die Randzeiten für ihr Kind in der Kita benötigen, dafür  ab August finanziell selbst aufkommen sollen.

Das möchten wir begründen. .....

Grüne Haushaltsstrategie in der Corona Krise

Die Corona Pandemie hat, genau wie überall, auch auf die Finanzen der Stadt Ahrensburg Auswirkungen. Neben sinkenden Einnahmen durch Einkommens-, Gewerbe- und Umsatzsteuer, mussten wegen Corona viele Ausgaben zum Schutz der Menschen getätigt werden.

Aktuell unterliegt die Stadt einer Haushaltssperre, die der Bürgermeister ausgerufen hat, da durch die Krise erhebliche Veränderungen der Finanzsituation eingetreten sind. Damit Ahrensburg handlungsfähig bleibt, brauchen wir einen Nachtragshaushalt, der die neue Situation berücksichtigt und damit die Haushaltssperre aufhebt. ....   Mehr »

03.08.2020

Newsletter 4/2020 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ahrensburg

KLIMASCHUTZ – Jetzt aktiv werden!

Auch wenn in diesem Jahr das Thema Klimawandel aufgrund der Corona-Pandemie und des eher durchwachsenen Sommers nicht so stark im Vordergrund steht wie in den Vorjahren, ist Klimaschutz wichtiger denn je. Davon zeugen die wochenlangen Buschbrände in Australien, Waldbrände in Sibirien und neue Rekordtemperaturen in der Arktis.

Im letzten Sommer habe ich in einem Markt-Artikel geschrieben: "Sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich finden sich überall Ansatzpunkte dem Klimaschutz Vorrang zu gewähren – packen wir das Thema gemeinsam an!"

Derzeit gibt es aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen für viele Bürger*innen zwei gute Möglichkeiten, bei dem Thema selbst aktiv zu werden: die Fördermittel des Landes und – erstmalig in Ahrensburg – eigene städtische Fördermittel für Klimaschutzaktivitäten von Privatpersonen bzw. -haushalten.

Wir von Bündnis 90/Die Grünen unterstützen diese Förderprogramme, da sie nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern zugleich die lokale Wirtschaft fördern und sich mittelfristig auch für den Privathaushalt rentieren; und dies gilt damit auch gerade mit den durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen Unsicherheiten. Dass dies von Land und Stadt unterstützt wird, ist aus unserer Sicht sehr zu begrüßen.

Vom Grün geführten Landesumweltministerium werden vor allem Maßnahmen im Gebäudebereich bezuschusst wie Solarthermieanlagen, nicht-fossile Heizungen, Fernwärmeanschlüsse, PV-Balkon-Anlagen, Stromspeicher, Gründächer und Regenwasser-Zisternen, zudem Lastenräder und Ladepunkte für E-Fahrzeuge (siehe Opens external link in new windowhttps://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/Themen/UmweltNaturschutz/Klimaschutz/Klimaschutz_node.html).Seitens unserer Stadt kommen Förderungen für Energieerzeugungsanlagen wie Photovoltaikanlagen, Solarthermieanlagen, kleine Windenergieanlagen sowie Wärmepumpen hinzu. Die Fördermittel können untereinander und zusätzlich mit Fördermitteln des Bundes (Opens external link in new windowhttps://www.bafa.de/DE/Energie/energie_node.html) kombiniert werden und können sogar rückwirkend für Investitionen ab dem 1.1. (Land) bzw. voraussichtlich ab dem 1.7. (Stadt) beantragt werden; beide Programme laufen über drei Jahre.

Informationen zum Förderprogramm der Stadt finden Sie auf der Opens external link in new windowKlimaschutzseite der Seite der Stadt Ahrensburg, sobald alle Einzelheiten zur Förderrichtlinie nach den Sommerferien vom Umweltausschuss beschlossen wurden.

Ahrensburg hat mit seiner Fülle an Gebäuden ein riesiges Potenzial – vielleicht ist ja auch für Sie etwas dabei. Es wäre schön, wenn möglichst viele von uns Ahrensburgerinnen und Ahrensburgern jetzt aktiv werden und wir gemeinsam etwas für den Klimaschutz tun!

Cordelia Koenig
Stadtverordnete / Stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses
Bündnis 90 / Die Grünen Ahrensburg


Artenschutz beachten!

Sie möchten Ihr Haus oder Grundstück sanieren oder umbauen? Was viele nicht wissen – Gebäude können neben Bäumen und Hecken wertvollen Lebensraum für Vögel und Fledermäuse bieten. Als Bauherrin oder Bauherr müssen Sie daher auch die Artenschutzvorschriften beachten. Die häufigsten Maßnahmen, die die Lebensstätten von Vögeln und Fledermäusen zerstören, sind der Ausbau von Dachböden, Wärmeschutzmaßnahmen im Dach und an der Fassade, der Abriss vonGebäuden und die Fällung von Bäumen. Aber welche Lebensstätten von Fledermäusen und Vögeln sind geschützt?...


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22.10.2020

Newsletter 6/2020 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ahrensburg

Kommission Straßennamen - warum das Ganze?

Dieses Thema hat viel aufgewirbelt. Es gibt leidenschaftliche Gegner und leidenschaftliche Befürworter für bzw. gegen die Einsetzung einer Kommission.

Warum gehen wir diesen Weg dennoch?

Vor dem Hintergrund von Black-Lives-Matter ist es besser, wenn wir uns vorsorglich mit den Benennungen im öffentlichen Raum beschäftigen, bevor es andere auf andere Art tun. In Hamburg fliegen Farbbeutel auf das Bismarck-Denkmal. Einer solchen Entwicklung werden wir in Ahrensburg mit einem offenen Prozess entgegenwirken. Es werden eventuell schwierige Benennungen zusammengetragen und die Namensgeber historisch untersucht werden. Im Idealfall wird uns ein Konzept vorgelegt, wie wir bei künftigen Benennungen vorgehen können. Anhand dieses Konzeptes werden uns dann individuelle Entscheidungen möglich sein, wie mit einzelnen Benennungen umzugehen ist. Wir sind dort ergebnisoffen.

Gab es nicht schon eine Untersuchung? Ja, aber…. Anfang dieses Jahrtausends wurden Straßennamen auf die Namensgeber und deren Rolle im Dritten Reich überprüft. Anhand der Schimmelmannstraße kann man sehen, was passiert ist. Die Straße ist nach der ganzen Familie benannt. Im Dritten Reich war kein Schimmelmann auffällig. Damit war die Prüfung beendet. Wenn jemand an die Schimmelmanns denkt, dann aber vor allem an Heinrich Carl Schimmelmann, den Käufer des Schlosses und den Sklavenhändler. Das zeigt, dass die Prüfung dem Buchstaben getreu durchgeführt wurde, aber das Ergebnis in keiner Weise Unzufriedenheit abgebaut hat.

Unser Antrag soll Brücken bauen. Wir stehen für eine ergebnisoffene sachlich orientierte Forschung, die die Vita der Namensgeber überprüft. Es geht nicht um das Auslöschen von Geschichte. Es geht um das Beschäftigen mit unserer Geschichte. Geschichte lebt nur, wenn wir immer wieder bereit sind, uns auch unangenehmen Fragen zu stellen. Ein einfaches: "Was soll das?", ist da unserer Meinung nach genauso wenig hilfreich wie ein "Sofort umbenennen!".

Das Ergebnis der Forschung wird der Politik zur Entscheidung vorgelegt. Es kann sein, dass am Ende dieses Prozesses nichts geändert wird; es kann sein, dass einiges geändert wird. Aber auf jeden Fall können wir sicher sein, dann eine aktive Entscheidung zu treffen und das im vollen Bewusstsein unseres kulturellen Erbes nach augenblicklichem Forschungsstand.

Gehen Sie diesen Weg bitte mit uns gemeinsam.

Christian Schubbert
Stadtverordneter für Bündnis 90 / Die Grünen
Sprecher für Bildung, Kultur und Sport


13.12.2020

Newsletter 7/2020 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ahrensburg

Die Weihnachtszeit steht jedes Jahr für Besinnlichkeit. Sie gibt uns die Möglichkeit Sorgen zu verdrängen und hoffnungsvoll ans nächste Jahr zu denken. Aber es ist auch die Zeit, ins vergangene Jahr zurückblicken. Trotzt Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnten wir als Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen wichtige Themen dieses Jahr angehen und Beschlüsse herbeiführen:

So wurde im Umweltausschuss auf Antrag unserer Fraktion ein vollständiges Verbot für die Anwendung von Pestiziden auf städtischen Flächen ab dem 01.01.2021 beschlossen. Damit geht dieser Beschluss weit über das bereits in 2015 geforderte Glyphosatverbot hinaus. Zusätzlich setzen wir uns dafür ein, möglichst viele Grünzüge der Stadt Ahrensburg insekten- und bienenfreundlich umzugestalten. Ebenfalls initiierten wir den Beschluss, ein Konzept für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Wohngebieten zu erstellen. Mit dem Ziel, Emissionen zu verringern, den Verkehr in der Innenstadt zu verringern und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, initiierten wir in Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen einen ‚on-demand Service‘ (ioki). Mit diesen Service wird es Bürger*innen möglich sein, in Elektro-Sammeltaxen von ihrem Wohnort in die Innenstadt und zurück zu fahren, falls kein adäquater Busverkehr zur Verfügung steht.

Im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss haben wir uns des Themas Benennungen im öffentlichen Raum vor dem Hintergrund der weltweiten Kolonialismus-Debatte und Denkmalschändungen in Hamburg angenommen. Es werden ca. 50 Namen überprüft. Die Forschungsarbeit wird von einer bei der Stadt angestellten Historikerin geleitet, unterstützt von einer ausgewählten ehrenamtlichen Kommission.

Zudem sorgten wir mit einem gemeinsamen Antrag dafür, dass die Geschwisterermäßigung für die Offenen Ganztagsschulen auch für Jahr 2021 gilt, um die finanzielle Ungerechtigkeit zur Hortbetreuung auszugleichen.

Von uns wurde die Aktion „Stadtgeld für Ahrensburg“ initiiert, um Menschen wieder in unsere Innenstadt, zurückzuholen und gleichzeitig Geschäften und Restaurants in dieser schwierigen wirtschaftlichen Lage zu helfen. Kinder und Jugendliche erhalten einen Gutschein von 50 Euro und jeder Erwachsene 30 Euro und können diese in einem Zeitraum von 6 Wochen in allen Handels-, Dienstleistungsgeschäften und Kulturbetrieben in Ahrensburg, die von der Schließung betroffen waren, einlösen. Das Geld stammt aus den Gewerbesteuererträgen, die sich nach dem Einbruch etwas erholt hat.

Um der Verwaltung eine bessere, benötigte IT-Ausstattung zu ermöglichen und so den Anforderungen durch das Corona-bedingte Homeoffice gerecht zu werden, wurden auf unseren Antrag hin, knapp 90.000€ in den Nachtragshaushalt gestellt.

Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.
Stefan Gertz
Bündnis 90 / Die Grünen Ahrensburg

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