Newsletter 23/2013

Energiewende

 

Am 30.11.2013 hatte ein breites Bündnis zu einer Demonstration für eine rasche Umsetzung der Energiewende in Berlin mit Umzingelung des Bundeskanzleramtes aufgerufen. Der Kreisverband Stormarn von Bündnis 90/Die Grünen hatte die Organisation eines Busses übernommen, der gut besetzt war.

Von Bündnis 90/Die Grünen Ahrensburg waren mehrere Mitglieder, darunter fast der halbe Vorstand, mit dabei. Trotz widriger Wetterumstände zeigten sie mit weiteren 16.000 Demonstranten dem Entwurf der Großen Koalition zur Umsetzung der Energiewende hin zu regenerativer, dezentraler Energie die rote Karte. „Auffallend war“, sagte Gerd Smith, „das nur die Grünen Flagge zeigten. Ich habe die offene Unterstützung anderer Parteien, die angeblich ebenfalls den Umstieg weg von Atom- und Kohlestrom wollen, vermisst.“

Ganz nebenher hatten die Ahrensburger Grünen die Gelegenheit, die neue Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter, kennenzulernen, die sich an die Spitze der Grünen Demonstranten stellte.

„Auch wenn ich mir wesentlich mehr Teilnehmer gewünscht hätte, die Demonstration hat den Verhandlungspartnern von CDU, CSU und SPD doch gezeigt, dass dieses Thema einem großen Teil der Bevölkerung wichtig ist. Wenn man den Entwurf des Koalitionsvertrages liest, befürchte ich, noch öfter für eine rasche Energiewende demonstrieren zu müssen“, sagt Horst Marzi, Sprecher des Vorstandes.

 

 

Aktion "Wünsch Dir was" an Schulen

 

Manchmal gibt es seltene Fügungen in der Politik. Bildungspolitik ist ein ganz spezielles Thema, wo häufig Verantwortungen auf andere abgeschoben werden, denn die Bildungsinhalte und Lehrerversorgung wird vom Land geregelt, die Gebäude werden von der Kommune bewirtschaftet.

Da war es fast ein Glücksfall, dass die grüne Vorsitzende des Bildungsausschusses des Landtages, Anke Erdmann, gemeinsam mit Ihrem ahrensburger Parteikollegen Christian Schubbert, der hier den Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses leitet, an zwei ahrensburger Schulen darüber informierte, wo der Schuh drückt.

So konnten sowohl an der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule als auch an der Grundschule am Reesenbüttel die Schulleitungen frei von der Leber weg ansprechen, was ihnen auf der Seele liegt. Es ging schnell ans Eingemachte: Umsetzung der Inklusion, zu wenig Gruppenräume und Lehrerversorgung waren die Hauptthemen.

Anke Erdmann räumte gleich zu Beginn ein, dass die 75 neuen Lehrerstellen, die im Haushalt durchgesetzt wurden, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind. "Es fehlen landesweit 1500 Lehrerstellen, um auf eine 100-%-Versorgung zu kommen.", so Erdmann. Und damit sei nur die Standardversorgung gemeint. Krankheiten seien nicht eingerechnet und auch nicht die Umsetzung der Inklusion, sonst komme man auf 2500 Stellen.

so unglaublich das klingt: diese Feststellung ist ein Fortschritt. Die vorherige Landesregierung ist immer mit den Zahlen von einer 100-%-Versorgung ausgegangen und hatte ein Stellenstreichungsprogamm aufgelegt. Das ist gestoppt. Bei der momentanen Haushaltslage in Zusammenhang mit der kommenden Schuldenbremse ist aber auch keine kurzfristige Lösung in Sicht.

Bei der räumlichen Ausstattung der Schulen fehlen vor allem Gruppenräume. Dazu kommen Sondersituationen der einzelnen Schulen. Bei der SLG geht es z.B. um die Integration der Oberstufenklassen, die zurzeit in der Fritz-Reuter-Schule unterrichtet werden. In der Grundschule am Reesenbüttel um die Hortsituation. So werden bis zum Sommer Räume und Cafeteria für fünf weitere Hortgruppen benötigt.

Anke Erdmann betonte, wie gut die Schulen im Landesvergleich ausgestattet seien und in was für einen überdurchschnittlichen Zustand die Gebäude sich befinden. Für Christian Schubbert reicht das nicht: "Ein Mangel anderen Orts, kann nicht dazu führen, dass wir die Hände in den Schoß legen. Alle Parteien wollen eine kurzfristige Lösung für die Grundschule am Reesenbüttel bis zum Sommer. Die Maßnahmen an der SLG wurden im neuen Schulentwicklungsplan als mittelfristig festgeschrieben. An beiden Schulen muss in den kommenden Jahren etwas geschehen."

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