Zum Artikel Schulnoten und Empfehlung der Schulart vor dem Aus?

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Das Spiel „Stille Post"  hat seinen Reiz darin, dass etwas von Ohr zu Ohr weitergeflüstert wird – das, was der letzte Spieler verstanden hat und ausspricht hat oft wenig damit zu tun, was am Anfang gesagt wurde.

Der Artikel von Frau  Rathje, stellvertretende Vorsitzende der CDU aus Ahrensburg, berichtet über eine Veranstaltung der CDU zur Bildungspolitik. Dabei ist doch einiges durcheinander geraten, ganz wie bei einer Stillen Post. Ich will gar nicht alle schrägen und falschen Punkte eingehen, aber doch auf die beiden wichtigsten.

Frau Rathje berichtet erstens, es sollen nur noch Berichtszeugnisse erstellt werden. Das ist kompletter Mumpitz. Schulen dürfen in der Regel selbst entscheiden, ob sie die klassischen Noten von eins bis sechs verwenden wollen oder nicht – das bleibt so und war auch in den letzten Jahren unter einem CDU-Ministerpräsidenten schon so. Wozu die Aufregung?

Frau Rathje äußert sich zudem zur Stellensituation. Fakt ist: Nach sieben Jahren Regierung bemerkte auch die Landes-CDU vier Monate vor der Landtagswahl das unsere Schulen ein Problem mit dem Unterrichtsausfall haben – bis dahin wurde immer wieder gesagt: Nie war die Schüler/Lehrer-Relation besser. Auf dem Papier – möchte ich hinzufügen. Also wurde der Geldtopf für Vertretungslehrer verdoppelt - eine „So-Tun-als-ob"-Politiklösung, denn die Schulen hatten zwar mehr Geld zur Verfügung. Aber Vertretungslehrkräfte sind rar, nicht zuletzt, weil schwarz-gelb gerade 600 Lehrerstellen in zwei Jahren abgebaut hatte, mehr als der Schülerrückgang erlaubt hätte.

Darum bekommt der Vertretungsfonds nun die Höhe, die er die letzten Jahre immer hatte, es werden zum 1.2. zusätzliche 300 Lehrkräfte fest angestellt und Ende des Jahres soll es erstmals ein Konzept gegen den Unterrichtsausfall an den Schulen geben – auf Basis ungeschönter Zahlen. Bei der Behauptung, rot-grün würde insgesamt nur 73 Lehrerstellen weniger streichen als schwarz-gelb muss Frau Rathje mindestens eine Null übersehen haben. Was ist da bloß durcheinandergeraten?

Stille Post ist nett für unterhaltsame Herbstabende, für Politik aber gänzlich ungeeignet, liebe CDU!

Anke Erdmann MdL

Schulpolitische Sprecherin

der Grünen Landtagsfraktion Schleswig-Holsteins

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