Newsletter 1/2014

Schloss Ahrensburg

Das Schloss trägt wie kaum ein anderes in Schleswig-Holstein einen erheblichen Anteil seiner Kosten selbst. Dennoch muss sichergestellt sein, dass es finanziell auf sicheren Füßen steht. Als die Schlossstiftung gegründet wurde, waren Bündnis 90 / Die Grünen als einzige Partei in der Stadtverordnetenversammlung dagegen – nicht, weil wir gegen das Schloss oder die Schlossstiftung sind, sondern einzig und allein deshalb, weil sich die Stadt nicht aus der Verantwortung stehlen darf, indem das Schloss in die Unabhängigkeit gestoßen wird, ohne finanziell abgesichert zu sein.  Das Grundkapital für die Stiftung war einfach zu gering, als dass die Zinserträge den Unterhalt des Schlosses tragen können. Das ist für eines der Top-Wahrzeichen in Schleswig-Holstein unwürdig.

 

Seit Jahren steht es nun an, dass die Stadt die vereinbarten Zustiftungen zum Schloss in das Stiftungsvermögen zahlt, damit mittelfristig dieser Zustand geändert werden kann. Fakt ist, dass dieser Haushaltsposten die letzten Jahre – wieder gegen unsere Stimmen – zu großen Teilen umgewidmet worden ist, um die laufenden Kosten des Schlosses zu decken. An dem Grundproblem hat das nichts geändert, so auch nicht im Jahr 2013.

Wir wollten für den Haushalt 2014 Klarheit. Deshalb haben wir beantragt, dass der jährliche Zustiftungsbetrag von 100.000 Euro künftig zu Beginn des Jahres gezahlt werden muss. Dann kann dieser Betrag im Laufe des Jahres nicht mehr umgewidmet werden. Hierfür fanden wir im Kulturausschuss eine Mehrheit.

Gleichzeitig kam heraus, dass verwaltungsintern der Betrag für die Zustiftung auch für das Jahr 2014 schon als Zuschuss für den laufenden Betrieb des Schlosses verplant worden ist. Das ist unserer Meinung nach nicht in Ordnung. Daher haben wir einen kurzfristigen Antrag auf 80.000 Euro Zuschuss für das Schloss für 2014 auch mitgetragen.
Es ist unserer Meinung nach kein Zeichen des guten Willens, wenn die Stadt Ahrensburg mit dem Schloss Ahrensburg so umgeht, dass Zusagen in die Zukunft verschoben werden, um Löcher zu stopfen, die schon vorher bekannt sind.  Das ist auch kein gutes Zeichen für die Partner in der Unterhaltung des Schlosses wie der Sparkassenkulturstiftung.  Deshalb wünschen uns für die künftigen Jahre – auch diese Klarheit und Ehrlichkeit im Haushaltsansatz.


Hoffnung  

Die Stadt Ahrensburg hat die Hoffnung, dass die Moorwanderwegbrücke zwischen Ahrensburg West und dem Forst Hagen das Jahr 2014 heil übersteht.Diese Brücke sollte eigentlich schon letztes Jahr erneuert werden. Gegen den Widerstand von Bündnis 90/Die Grünen wurde der Neubau auf 2014 geschoben.In den zurückliegenden Haushaltsverhandlungen für das Jahr 2014 wurde die Erneuerung der Brücke (auf Antrag der SPD) gestrichen. Wir Bündnis 90/Die Grünen waren (und sind) für den Neubau der Brücke, ebenso wie die FDP und eine WAB-Stadtverordnete. Leider war das nicht genug, um den Neubau der Brücke im Haushalt zu halten; CDU, SPD und 3/4 der WAB waren gegen den Neubau und die 160.000 € Förderung, die Ahrensburg wahrscheinlich für die Brücke erhalten hätte. Wir machen uns auch weiterhin für den Neubau der Brücke stark. Laut Angaben der Verwaltung kann selbst der TÜV keine genaue Aussage zu der Brücke treffen. Das heißt, sie könnte jeder Zeit gesperrt werden.  Was passiert, wenn die Brücke gesperrt werden muss? 

1. Von Ahrensburg West aus, ist es in diesem Fall nicht mehr möglich zu Fuß in den Forst Hagen zu gelangen, man müsste außen herum fahren und den Wald von der Hagener Alle aus betreten. Sicher gibt es auch viele Menschen aus der Innenstadt, die gerne über den Kuhlmoorweg und die Brücke spazieren gehen. Dies ist dann nicht mehr gewährleistet. 

2. Der Forst Hagen und die Burg(reste), die direkt hinter der Moorwanderwegbrücke liegen, sind ein beliebtes Ausflugsziel.  Gerade bei schönem Wetter sind am Wochenende sehr viele Menschen dort unterwegs. Nicht nur AhrensburgerInnen genießen die Natur im Forst Hagen, auch von außerhalb kommen BesucherInnen, um hier ein paar schöne Stunden zu verbringen. Ahrensburg würde ein Stück Attraktivität verlieren. 

3. Nebenbei fragen wir uns, ob die Fraktionen, die die Brücke nicht neu bauen wollten mit den Organisatoren des SSC Hagen gesprochen haben, die den Lümmellauf veranstalten.    

Wir Bündnis 90/Die Grünen werden uns weiterhin für den Neubau einsetzen und bedauern die vertane Chance. 

Zu unserem Glück ist jetzt ja genau die richtige Zeit für Hoffnung.Bündnis 90/Die Grünen wünschen Ihnen allen ein frohes neues Jahr.

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