Newsletter 4/2021 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ahrensburg

Offener Brief an Herrn Timm

Sehr geehrter Herr Timm,

mit Verwunderung habe ich dem Hamburger Abendblatt entnommen, dass Sie den Eindruck hätten, dass die Grünen Stadtverordneten Sie vertreiben wollten. Ich schreibe Ihnen deshalb als Grüner Stadtverordneter.

Wir wollen, dass die Innenstadt noch attraktiver wird. Dazu gehört insbesondere auch ein Publikumsmagnet wie Ihr Kaufhaus Nessler. Um die Gewerbetreibenden nach den Corona-Lockdowns in der Innenstadt zu unterstützen, wurde auf Vorschlag meiner Fraktion gemeinsam mit der CDU das Stadtgeld beschlossen und dazu 1,3 Millionen Euro bereitgestellt, wovon auch Ihr Kaufhaus profitiert hat. Ich habe z.B. meine Stadtgeld-Gutscheine bei Ihnen eingelöst und mir eine neue Jacke gekauft. Die FDP, auf deren Veranstaltung Sie die Aussage gegenüber dem Abendblatt getätigt haben, hatte übrigens das Stadtgeld abgelehnt. Zustimmung zum Stadtgeld gab es nur von den Grünen und der CDU.

Ich vermute, dass es Ihnen insbesondere um die Parkplätze in der Innenstadt geht. Subjektiv würde ich zustimmen, dass es den Anschein hat, dass es in der Innenstadt zu wenig Parkplätze gibt, weshalb meine Fraktion die Planung einer neuen Tiefgarage unter dem Stormarnplatz mitgetragen hatte. Parallel hatten wir ein Parkplatzgutachten in Auftrag gegeben, um objektiv die Parkplatzverfügbarkeiten in der Innenstadt zu ermitteln. Dieses Gutachten liegt nun öffentlich vor (anbei) und zeigt, dass im absoluten Maximum nur 79% der Straßenparkplätze (Do 10:00) und 55% der Parkhausparkplätze (Do 12:00) belegt waren. Die Ermittlung der Parkplatzauslastung erfolgte an einem Donnerstag und einem Samstag (Markttag) im September 2020. Zu dem Zeitpunkt waren alle Geschäfte geöffnet. Der Lockdown mit Schließungen trat erst Ende Oktober in Kraft, sodass die Zahlen valide sind und deutlich belegen, dass ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen.

Der subjektive Eindruck des Parkplatzmangels in der Innenstadt entsteht durch den Parkplatzsuchverkehr, obwohl es ausreichend Parkplätze in den Parkhäusern Alte Meierei, Woldenhorn sowie im CCA  gibt. Wir brauchen also keine zusätzlichen Parkplätze, sondern ein digitales Parkleitsystem, das die Auto fahrenden bequem zum nächsten freien Parkplatz führt.

Ziel unserer Fraktion ist es, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu steigern. Dazu wollen wir den Menschen mehr Platz geben, wovon auch die Gewerbetreibenden profitieren werden. Das Rondeel, welches früher für Autos geöffnet war, ist ein positives Beispiel für so einen Wandel. Nun verweilen hier die Menschen in den Cafes und kaum einer würde fordern, dieses zu einem Parkplatz umzufunktionieren.

Ich habe die letzten 4 Jahre bei einem Multi-Channel-Retailer gearbeitet und war dort für die IT der rund 900 Shops verantwortlich. Ich weiß, wie groß die Herausforderungen im Retail-Geschäft sind. Gerade deshalb braucht man innovative Konzepte, um die Kundinnen und Kunden zum Verweilen anzuregen. Menschen, die sich länger in der Innenstadt aufhalten, geben dort mehr Geld aus. Das geht aus meiner Sicht nur, wenn die Autos nicht mehr die Menschen stören. Natürlich müssen die Kundinnen und Kunden, die auf das Auto angewiesen sind bzw. nicht auf das Auto verzichten können/wollen, weiterhin ein Parkangebot haben. Für Gehbehinderte soll es selbstverständlich weiterhin Parkplätze auch auf der Straße geben. Allen anderen ist es zuzumuten, 200 Meter vom nächsten Parkhaus zu gehen, weil dadurch die Aufenthaltsqualität für alle gesteigert wird.

Wir wollen eine lebhafte Innenstadt mit gesunden Einzelhändlern inklusive Ihrem Kaufhaus. Dazu müssen wir uns gemeinsam auf die sich ändernden Bedürfnisse der Menschen einstellen. Es reicht nicht mehr, einfach ein Geschäft mit einem Parkplatz davor zu haben. Die Menschen wollen immer mehr ein Erlebnis beim Einkaufen. Genau deshalb wollen wir die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhöhen.

Mit freundlichen Grüßen
Benjamin Stukenberg

Stadtverordneter Ahrensburg
Mitglied im Hauptausschuss und Werkausschuss

 

Gang des Erinnerns an die Opfer der NS-Diktatur und der Ermutigung für mehr Mitmenschlichkeit und gegenseitige Akzeptanz

Am 9. November findet wieder der Gang des Erinnerns an die Opfer der NS-Diktatur und der Ermutigung für mehr Mitmenschlichkeit und gegenseitige Akzeptanz statt. Zum zehnten Mal! Ich würde mich freuen, wenn viele von Ihnen/Euch  wieder oder zum ersten Mal dabei wären. Zuerst hieß er nur Gang des Erinnerns. Im Laufe der Jahre ist die Ermutigung dazu gekommen. Dies ist ein Ausdruck, davon, dass ein Erinnern, ein Nichtvergessen immer nur der Ausgangspunkt sein kann, von dem aus sich dann ein konkretes Handeln in der Gegenwart und Zukunft herausbildet. Er soll Mut machen die Haltung zu bewahren und zu zeigen gegen die ewig Gestrigen und sich einzumischen, wenn dieses Gedankengut im Hier und Jetzt wieder laut wird. Er soll Mut machen, dass Andere/Fremde kennenlernen zu wollen und diesem auch in sich Raum zu geben, die Toleranz und Akzeptanz zu erleben und zu geben und nicht zuletzt sich selber zu engagieren. Der Gang des Erinnerns an die Opfer der NS-Diktatur und der Ermutigung für mehr Mitmenschlichkeit und gegenseitige Akzeptanz ist auch ein Zeichen dafür, dass Engagement sich lohnt und etwas Bleibendes, Besonderes daraus entstehen kann. Hier gilt der Dank an allen Beteiligten und besonders an den Runden Tisch Ahrensburg – für Zivilcourage und Menschenrechte gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus. Es ist beeindruckend mitzuerleben, wie sich das Engagement der Schulen (Woldenhorn Schule, Stormarn Schule, EKG und SLG) in den letzten Jahren immer weiter verstärkt hat und die Beiträge größtenteils von Schülerinnen und Schülern erstellt werden.

Dieser Gang wird diesmal auch das Erinnern an die verstorbenen Jürgen Plage und Winfried Kümpel-Jurgenowski , welche maßgeblich zur Entstehung und Durchführung des Ganges in den vergangenen Jahren beigetragen haben, beinhalten. Ihr fehlt. Auch Winfried Kümpel-Jurgenowski hat immer wieder daran festgehalten, dass die Kranzniederlegung am Volkstrauertag für „die Opfer der Kriege, Diktaturen und Opfern der NS-Diktatur“ (Norbert Lammert) und der Gang des Erinnerns an die Opfer der NS-Diktatur und der Ermutigung für mehr Mitmenschlichkeit und gegenseitige Akzeptanz zusammengehören. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Claas-Christian Dähnhardt

Stadtverordneter für

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ahrensburg

 



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