Nicht jede Partei will Mitglieder

Seit zehn Jahren lebe ich in Ahrensburg und habe
mich nie aktiv an Politik beteiligt. Seit dem Bau des
CCA und der Diskussion um den barocken Baumschnitt jedoch war mein Interesse geweckt: Ich wollte sehen, was hinter solch schwer nachvollziehbaren Vorgängen steckt. Nach der letzten Bundestagswahl stand die Entscheidung fest: ich möchte hinter die Kulissen schauen.

Wo aber beginnen? Direkt vor der Tür: ich versuchte die Parteien in Ahrensburg zu kontaktieren. Ich wollte mit Vertretern der Parteien sprechen und mir ein Bild machen. Mein Plan: die Parteien per Email kontaktieren. So weit, so gut. Dachte ich.

Falsch gedacht. Ich ging davon aus, dass alle Parteien ein Interesse an neuen engagierten Mitgliedern haben - ein Trugschluss.

Die erste war eine kleine freie Partei – es gab weder Telefonnummer noch Emailadresse. Man wollte wohl nicht.

Eine große soziale Partei schrieb ich im in zwei Monaten drei mal an – keine Reaktion. Hier wollte man wohl auch nicht.

Eine große Partei mit christlichem Namensbestandteil schrieb ich ebenfalls mehrfach an. Nach drei Monaten bekam ich einen Anruf: man sei sehr erfreut und suche noch Volontäre zum Plakate kleben. Ich habe nichts gegen Plakate kleben. Allerdings hätte ich vorher gern mit den Vertretern der Partei gesprochen und gewußt, wofür ich klebe. Also auch hier eher wenig Interesse an inhaltlicher Mitarbeit.

Aber es gab auch positive Beispiele: eine alternative und eine kleine soziale Partei lud mich sofort zu Sitzungen ein, um mir vor Ort anzuschauen welche Ziele wie vertreten werden. Klasse, dachte ich und folgte den Einladungen.

Entschieden habe ich mich für die alternative Partei – ausschlaggebend waren zwei wichtige Dinge: Nachhaltigkeit und gesunder Menschenverstand.

Mein Fazit: Nur zwei kleinere Parteien in Ahrensburg sind interessiert am Bürger. Zwei wollten lieber für sich bleiben. Eine Partei brauchte Hilfskräfte. Schade – kein Wunder, dass  Parteienverdrossenheit herrscht.

Christian Schmidt
Bündnis 90 / DIE GRÜNEN

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