Grüne sprechen von "Taschenspielertrick"

Schelte für Verwaltung

Von Martina Tabel

Die Ahrensburger Grünen erheben schwere Vorwürfe gegen die Verwaltung und sehen die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in Gefahr. "Das Verhalten im Hinblick auf das geplante Einkaufszentrum in der Klaus-Groth-Straße ist beispiellos", sagt Ragnar Rohweder (47), Sprecher des Grünen-Ortsverbands.

Stein des Anstoßes sind dabei die Mitte Dezember unterzeichneten Kaufverträge mit dem Planer. Hier seien Vorgaben der Politiker mißachtet worden, hätten sie doch mit Fristsetzung zunächst die Benennung eines finanzkräftigen Investors gefordert.

Aber der Grüne geht noch einen Schritt weiter: "Das gesamte Verhalten der Stadt in der Vergangenheit zeigt, daß sie weder die Politiker noch die Bürger bei ihren Entscheidungen mitnimmt." Rohweder zählt in diesem Zusammenhang die von den Gartenholz-Bewohnern heftig kritisierte Nordtangente und das von den Anwohnern abgelehnte Baugebiet am Buchenweg auf. Hier wollen die Grünen nun eingreifen.

Wurden beim Einkaufszentrum Politiker-Vorgaben mißachtet?

"Wir überlegen, ob wir bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung den Antrag stellen, den Aufstellungsbeschluß für den Buchenweg wieder zurückzunehmen", sagt Ragnar Rohweder. So dürfte es bei der Sitzung am Montag, 16. Januar, spannend werden (19.30 Uhr Rettungszentrum Am Weinberg). Denn zunächst stehen der B-Plan 78 a und der dazugehörende Grünordnungsplan auf der Tagesordnung. An diesem Montag soll eigentlich der Satzungsbeschluß erfolgen und damit der Startschuß für den Baubeginn am Buchenweg gegeben werden.

Buchenweg und Nordtangente: Bürger fühlen sich übergangen.

Auch der Antrag der Einwohnerversammlung, in Sachen Nordtangente noch einmal in die Vorplanung einzutreten und eine Trassenführung über die Kurt-Fischer-Straße zu erwägen, wird die Stadtverordneten beschäftigen. Ziel der Bürger ist es, die Tangente weiter weg von den Wohnhäusern zu bekommen. Ragnar Rohweder: "Es ist so offensichtlich, daß die Bürger mitreden wollen, aber die Verwaltung ignoriert das einfach."

Diese Haltung sei auch beim Einkaufszentrum deutlich geworden. "Zu Beginn der Planungen waren 800 Unterschriften von Bürgern jeden Alters und jeder Couleur zusammengekommen, die sich gegen das Projekt aussprachen", so Rohweder. Mit einem "Taschenspielertrick", dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan, sei die Gefahr des Bürgerbegehrens dann gebannt worden.

Am kommenden Montag werden die Grünen die Bürger im Classico (beim Rondeel) aus ihrer Sicht über das Geschehen informieren. Beginn: 20 Uhr.

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