Stadtentwicklung - Mit Mensch und Klima im Blick

Unser Leitbild für Ahrensburg ist das einer Stadt, die klimagerecht, grün, sozial und menschenfreundlich gestaltet ist. Ahrensburg ist eine wachsende Stadt mit hoher Lebensqualität und nimmt als größte Stadt des Kreises Stormarn eine wichtige Stellung in der Metropolregion Hamburg ein. Dies bringt eine große Verantwortung mit sich, derer wir uns bewusst sind.

Mit Infrastruktur, Bebauung und Verkehr umfasst die Stadtentwicklung Bereiche, die in erheblichem Maße zur Erreichung der Ziele des schleswig-holsteinischen Energiewende- und Klimaschutzgesetzes beitragen müssen. Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, mit entschiedenen Maßnahmen die Verkehrswende und klimagerechtes Bauen voranzubringen. Nur so kann Ahrensburg innerhalb der wenigen bis dahin verbliebenen Jahre bis zum Jahr 2030 seinen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen um 65% im Vergleich zum Jahr 1990 leisten. Wir GRÜNE sind der Überzeugung, dass dies gelingen kann, wenn die bevorstehenden Projekte konsequent auf Klimaziele ausgerichtet werden.

Wachsende Infrastruktur für die wachsende Stadt

In den vergangenen Jahren ist Ahrensburg stark gewachsen, ohne dass die dazugehörige Infrastruktur mitgewachsen ist. Insbesondere die soziale Infrastruktur und die Verkehrsinfrastruktur wurden vernachlässigt. Bei nun anstehenden Infrastrukturprojekten müssen im Sinne des Beschlusses zum Vorrang für den Klimaschutz stets die Auswirkung auf den Klimawandel so gering wie möglich gehalten bzw. Maßnahmen mit höherer Klimafreundlichkeit priorisiert werden. Zudem darf es neue, große Wohnungsbauprojekte erst geben, wenn die dazugehörenden Infrastrukturen verbessert wurden.

Grundlegende Rahmenbedingungen für weiteren Wohnungsbau sind darum für uns GRÜNE:

  • Eine bedarfsgerechte Anzahl von Plätzen in unseren Kitas
  • Schaffung von bestmöglichen Bedingungen für die Ahrensburger Kinder an unseren Schulen durch die Stadt als Schulträger (Ausstattung, Raumangebot, Digitalisierung, Nachmittagsbetreuung)
  • Platz für Sport im Herzen der Stadt, so dass besonders Kinder und Jugendliche Sportstätten eigenständig erreichen können.
  • Erweiterung der Sportkapazitäten für den Breitensport, ob im oder ohne Verein.
  • Optimierung von Angebot und Service des ÖPNV inklusive On-Demand-Mobilität, mit dem Ziel, den Autoverkehr und die Klima- und Lärmauswirkungen in der Stadt zu reduzieren
  • Verbesserung und Erweiterung der Fahrradwege und Velorouten
  • Sanierung des Straßennetzes
  • Erstellung des Parkleitsystems, um den Parkplatzsuchverkehr in der Innenstadt deutlich zu verringern

Bauen – grün und sozial

Ahrensburg wird weiter wachsen. Wir GRÜNE unterstützen einen kontrollierten und moderaten Wohnungsbau in Ahrensburg im Sinne des 2022 beschlossenen Flächennutzungsplanentwurfs, der  Ahrensburg die Chance gibt, kontrolliert und unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte zu wachsen. Es gibt Flächen, die für Wohnbebauung ausgewiesen werden, damit der dringende Bedarf an bezahlbarem Wohnraum erfüllt werden kann. Dabei stehen wir für klimaneutrales Bauen und für Wohnungsbau bei geringem Flächenverbrauch, wie bei der Innenverdichtung. In diesem Zusammenhang begrüßen wir die Änderungen des Bebauungsplans für die Alte Reitbahn in Wohnbebauung und Umzug von Edeka sowie für die Bahnhofstraße in Wohnbebauung und Kino. Die Naherholungsgebiete, die einen wesentlichen Teil von Ahrensburgs Charakter ausmachen, wollen wir erhalten und hier weitere Flächenversiegelung vermeiden.

Grundlegende Ziele für weiteren Wohnungsbau sind für uns:

  • Mehr öffentlich sozial geförderten Wohnraum schaffen
  • Flächenversiegelung minimieren, besonders in den Landschaftsschutzgebieten
  • Ladestationen für E-Mobilität bei Neubauten mitdenken

Eine Innenstadt, in der das Leben pulsiert

Insgesamt geht es uns GRÜNEN darum, die Innenstadt durch ein sich stetig weiterentwickelndes Innenstadtkonzept zum Lebensraum für alle Ahrensburger*innen und die Menschen aus den umliegenden Gemeinden zu machen. Dazu braucht Ahrensburg eine aktive Mitwirkung vieler Akteur*innen aus Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie, Künstler*innen, Kultureinrichtungen und natürlich der Bürger*innen. Mit ihnen allen sollten sich Stadtverwaltung und Politik über kurz- sowie mittel- und langfristige Ansätze verständigen.

Um die Innenstadt sowohl für Ahrensburger*innen als auch für Auswärtige attraktiver zu machen, muss die Aufenthaltsqualität kontinuierlich verbessert werden. Hierzu wurden GRÜNE Ideen wie die Möblierung und Begrünung der Klaus-Groth-Straße vor dem CCA bereits umgesetzt. Weitere Maßnahmen sind zum Beispiel

  • Verlagerung des ruhenden Verkehrs auf die umliegenden Parkhäuser, dies insbesondere in der Hamburger Straße, Manhagener und Hagener Allee
  • Breitere Rad- und Fußwege
  • Aufwertung der Grandplätze an der Großen Straße durch Erhöhung des Angebots an Sitzgelegenheiten sowie Beschattung und Begrünung zur Vermeidung von Hitzeinseln
  • Steigerung des Angebots an kulturellen Aktivitäten

Mittelfristig sehen wir auch die Möglichkeit, den Rathausplatz neu zu gestalten. So streben wir die Erstellung eines Konzeptes an, in dessen Mittelpunkt eine vielseitige Nutzung des Platzes für die Bürger*innen stehen sollte. So könnte der Platz teilweise begrünt werden. Sitzmöglichkeiten könnten einen neuen Platz zum Verweilen schaffen, der durch den Wochenmarkt sowie vielfältige kulturelle Angebote an Attraktivität gewinnt und so ein verbindendes Element zwischen Rondeel, Rathaus und dem geplanten Stadtpark bildet.

Mobilitätswende: Mehr Stadt – Weniger motorisierter Verkehr

Wir GRÜNE wollen Ahrensburg zu einer Stadt für Menschen machen. Anstelle einer auf das Auto orientierten Stadt mit großem Parkplatzsuchverkehr, Verkehrslärm, CO2 -Emissionen und Abgasen setzen wir uns ein für eine Stadt mit umweltfreundlicher, zukunftsfähiger Mobilität, die den Menschen und die Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt. So wird unsere Stadt klimafreundlicher und insgesamt lebenswerter: Die Luft ist sauberer, es gibt weniger Lärm, weniger Unfälle, keine Staus, dafür mehr Raum für Grünflächen, Erholung und Miteinander. Wir freuen uns daher, dass Ahrensburg sich der Initiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten" des Deutschen Städtetags angeschlossen hat.

GRÜNES Ziel im Bereich Verkehr ist weiterhin die Förderung nachhaltiger Mobilität zur Erreichung einer Mobilitätswende in und für Ahrensburg. Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Ahrensburger Parkraumkonzept Innenstadt haben wir in der Politik einen Konsens über den Wegfall von 12 Parkplätzen vor der Ausfahrt des CCA und 8 Parkplätzen im Lehmannstieg erreicht. Die Ausführung wurde jedoch durch das Bürgerbegehren aufgeschoben. Mit der Einführung des On-Demand-Services hvv hop wird in Ahrensburg ein neuartiges Konzept erprobt, was wir befürworten.

Die Innenstadt soll autoärmer und dadurch attraktiver werden. Erholung, entspanntes Einkaufen und Freizeitgestaltung sollen Hand in Hand gehen.

Um diesem Ziel gerecht zu werden, verfolgen wir GRÜNE folgende konkrete Ziele:

  • Weiterer Ausbau des öffentlichen Personen-Nahverkehrs unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller, v.a. junger Menschen und Senior*innen, unter Einbezug von modernen Mobilitätslösungen wie zum Beispiel den On-Demand-Service hvv hop
  • Priorisierung der Reparatur und des Ausbaus von Fuß- und Radwegen
  • Ausbau der Velorouten aus und zu den Wohngebieten Ahrensburgs, vor allem
    • Route A6 mit der Hamburger Straße von U-Bahn West bis AOK-Kreuzung
    • Route A4 von Ahrensfelde bis in den Ahrensburger Norden
    • Radschnellweg von Hamburg bis ins Gewerbegebiet Nord
  • Aufhebung der Radwege-Benutzungspflicht für Radwege, die nicht den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) entsprechen
  • Mehr sichere, beleuchtete, überdachte Fahrradabstellanlagen sowie grundsätzlich Fahrradbügel statt Vorderradständer
  • Herstellung hinreichend breiter, barrierefreier Wege für Fußgänger*innen, auf denen sich auch Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen gut fortbewegen können.
  • Sitzgelegenheiten für Senior*innen und Mobilitätseingeschränkte
  • Tempo 30 in allen Wohngebieten
  • Umsetzung des bereits vor langer Zeit beschlossen Parkleitsystems, um Autofahrer*innen gezielt zu freien Parkplätzen am Rande der engeren Innenstadt zu führen
  • Reduzierung von Parkplätzen in der engeren Innenstadt, um Raum für Menschen zu schaffen
  • In Zusammenarbeit und Absprache mit dem Einzelhandel eine Einführung von innovativen Lieferkonzepten für die Innenstadt, z.B. durch Nutzung von Lastenrädern
  • In Absprache mit dem Einzelhandel Durchführung von Versuchsprojekten zur weiteren Verkehrsberuhigung in der Innenstadt, z.B. durch geänderte Verkehrsführung, Einrichtung von Einbahnstraßen, Unterbindung des Durchgangsverkehrs etc.

Termine

Kundgebung gegen rechtsextreme Veranstaltung in Schleswig-Holstein

Aus der Ankündigung der Omas gegen Rechts: Am 20. Juli findet ein sog. „Tag des Vorfelds“ der AfD und AfD-nahen Organisationen „im Südosten Schleswig-Holsteins“ statt. [...]

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